Smart fortwo remote laden

  • Hallo liebe Community,

    Ich habe seit zwei Wochen einen Smart Fortwo Eq Bj 10/2022 mit 22kW onBoard Lader und überlege, mir einen Starkstromanschluss in die Garage legen zu lassen (11 kW).

    Die Garage ist in einem Garagenhof, ungefähr 1 km von meiner Wohnung weg. D.h., es gibt dort kein WLAN.

    Ich würde das Ladeverhalten allerdings gerne so regeln, dass ich nach dem Abstellen auf maximal 70 % Akkustand lade, und erst, wenn ich weiß, dass ich wegfahren will, per App den Ladevorgang wieder starten, um auf 100 % zu laden. Alternativ auch zeitgesteuert zu laden.

    Die hauseigene smart App habe ich bisher nicht zum Laufen bekommen, da der Support Ende des Jahres ohnehin eingestellt wird, will ich mich damit auch gar nicht weiter beschäftigen.

    Jetzt also die Frage: Was ist eine sinnvolle Lösung, um diesen Use Case zu realisieren? Dimitrie78hat mir bereits geschrieben, dass das Laden starten/beenden per ovms wohl nicht möglich sein wird. OVMS würde ich allerdings allein für die Vorheizung im Winter ohnehin nutzen wollen. D.h., das landet sowieso im Fahrzeug.

    Welche sinnvolle Lösung gäbe es, die Begrenzung des Ladevorgangs auf 70% und das remote starten des Ladevorgangs zu realisieren? Am liebsten wäre mir in der Tat, das alles übers ovms zu machen, was aber wohl nicht möglich sein soll. Weiß jemand, ob das bisher über die hauseigene Smart App möglich war?

    Und wenn ich es über eine Wallbox/JuiceBooster etc. Lösung mache, woher wissen die wiederum, wann 70 % Akkustand erreicht wurde? Und für die bräuchte ich dann auch wieder ein LTE Modem, andernfalls könnte ich remote ja kein Ladevorgang starten, oder?

    Könnte man da eigentlich das ovms LTE Modul als WLAN Router nutzen? Damit die Wallbox internet hat, wenn mein Smart da steht? Hat da jemand Erfahrung mit?

    Beste Grüße,

    henry

  • Meines wissens kann das OVMS nicht als router genutzt werden. Es kann zwar ein eigenes Wlan erstellen, aber teilt nicht den internet zugang darüber.

    Selbst wenn die smart app gehen würde, lässt sich darüber nicht das laden stoppen. Eine abfahrtszeit wäre allerdings möglich zu stellen, aber das funktioniert eher nicht so wie man es gerne hätte.

    Bei einigen Ladegeräten kann man einstellen wieviel kW geladen werden sollen und es lassen sich auch zeitgesteuerte ladevorgänge einstellen (zumindest beim NRGkick weiß ich das es geht). Da könntest du dann ausrechnen wieviel kW du laden müsstest um auf 70% zu kommen (ich würde es mal mit "gewünschte prozent" mal 0,18 versuchen) und dann zu einer gewissen uhrzeit (halbe bis dreiviertel stunde vor geplanter abfahrt) den rest laden.

    Ohne internet bist du damit aber weniger flexibel.

  • Ich würde das Ladeverhalten allerdings gerne so regeln, dass ich nach dem Abstellen auf maximal 70 % Akkustand lade, und erst, wenn ich weiß, dass ich wegfahren will, per App den Ladevorgang wieder starten, um auf 100 % zu laden. Alternativ auch zeitgesteuert zu laden.

    Ganz ehrlich? Lade ihn einfach immer auf 100 %, das kann der problemlos ab. Vernünftige Lösungen ihn auf 70-80 % zu laden gibt's nicht und schaden tut's ihm auch nicht, wenn man ihn immer auf 100 % lädt und so stehen lässt.

    smart BRABUS #1 in gelb, 04/2023; > 20.000 km
    smart fortwo Coupé 451er ED 3,7 kW-Lader, 05/2013; > 285.000km (bei 250.000 km 22 kW nachgerüstet)
    smart fortwo Cabrio 453er EQ 22 kW-Lader, 04/2021 - 08/2023; 42.000 km
    smart fortwo Coupé 453er EQ 22 kW-Lader, 05/2018 - 05/2021; 109.000km

    Elektrisch, weil's Spaß macht.

  • Das ganze BEV Akku schonende laden bla bla trifft nur auf größere Akkus zu.

    Beim EQ verbrauchst Du pro 1km ca.0,8-1,2% Akkuladung.

    Per MQTT könntest Du per Script bei erreichen von 70% die WB abschalten und mit einem timer wieder Starten, aber der EQ hat keine Ladestopp Funktion.

    Andersherum, es würde bei 11kW auch reichen, wenn Du den EQ per Zeitgesteuerter WB 1,5h vor abfahrt lädst, dann ist der immer vollgeladen.

    smart EQ 11/2022

    smart 0.9 01/2018
    smart MHD 03/2012

  • Ganz ehrlich? Lade ihn einfach immer auf 100 %, das kann der problemlos ab. Vernünftige Lösungen ihn auf 70-80 % zu laden gibt's nicht und schaden tut's ihm auch nicht, wenn man ihn immer auf 100 % lädt und so stehen lässt.

    Ist das wirklich so, dass dem das s**** egal ist, wenn er eine Woche bei 100 % steht? Hab den Batterietest von aviloo gemacht, die haben einen SOH von 95 % angegeben, was ich nach knapp 20 Monaten doch schon ganz schön niedrig fand. Und hab das darauf geschoben, dass die Vorbesitzer vermutlich immer bis 100 % geladen haben, ist aber alles reine Spekulation.

    Und da das Fahrzeug mein eigen ist und ich Fahrzeuge sehr lange nutze (über Garantie hinaus), will ich da schon sorgsam mit dem Akku umgehen.


    Meines wissens kann das OVMS nicht als router genutzt werden. Es kann zwar ein eigenes Wlan erstellen, aber teilt nicht den internet zugang darüber.

    Selbst wenn die smart app gehen würde, lässt sich darüber nicht das laden stoppen. Eine abfahrtszeit wäre allerdings möglich zu stellen, aber das funktioniert eher nicht so wie man es gerne hätte.

    Bei einigen Ladegeräten kann man einstellen wieviel kW geladen werden sollen und es lassen sich auch zeitgesteuerte ladevorgänge einstellen (zumindest beim NRGkick weiß ich das es geht). Da könntest du dann ausrechnen wieviel kW du laden müsstest um auf 70% zu kommen (ich würde es mal mit "gewünschte prozent" mal 0,18 versuchen) und dann zu einer gewissen uhrzeit (halbe bis dreiviertel stunde vor geplanter abfahrt) den rest laden.

    Ohne internet bist du damit aber weniger flexibel.

    Ja, einmal einen mobilen Internetzugang für die Wallbox, einen für das ovms, mit sowas hab ich schon gerechnet. Hatte gehofft, es gibt hier vllt. eine smartere Lösung.

    Aber wenn ich beides habe, ist es ja wiederum ein Kinderspiel - dann dürfte ich über das ovms sehen, wie der SOC ist, und über die Wallbox kann ich laden starten/stoppen. Ist dann halt nur viel manuelles einstellen dabei 😅.

    Edited once, last by Moritz Leicht: Ein Beitrag von henry86 mit diesem Beitrag zusammengefügt. (July 6, 2024 at 3:47 PM).

  • Ist das wirklich so, dass dem das s**** egal ist, wenn er eine Woche bei 100 % steht?

    Ja.

    Hab den Batterietest von aviloo gemacht, die haben einen SOH von 95 % angegeben, was ich nach knapp 20 Monaten doch schon ganz schön niedrig fand.

    Einerseits fällt der soh zu Beginn immer etwas schneller als später dann. Andererseits ist aviloo jetzt nicht wirklich qualifiziert um über Akkus Aussagen machen zu können. Ich würde da eher sowas ans Herz legen oder einfach nichts machen und smart zu vertrauen, wenn sie 8 Jahre Akkugarantie geben.

    Und da das Fahrzeug mein eigen ist und ich Fahrzeuge sehr lange nutze (über Garantie hinaus), will ich da schon sorgsam mit dem Akku umgehen.

    Guck mal hier:

    Ist es sinnvoll nie über 80% und unter 20% zu laden? (Akkuschonung)

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  • Du kannst den Smart nicht mehr lange remote fragen, welchen Akkustand er hat, es sei denn du baust ihm eine Schnittstelle ein. Damit wird das Laden bis xx% schon mal schwierig. Aber du kannst eine Wallbox suchen, die über eine LTE-Schnittstelle erreichbar ist und ihr den Ladeauftrag erst eine Stunde vor Abfahrt geben. Bei einem 22kW-Lader reicht das bequem, egal wie voll der Akku vorher war. Und zusätzlich hat er damit weniger Ladeverluste als beim Bummelladen.

  • Du kannst den Smart nicht mehr lange remote fragen, welchen Akkustand er hat, es sei denn du baust ihm eine Schnittstelle ein. Damit wird das Laden bis xx% schon mal schwierig. Aber du kannst eine Wallbox suchen, die über eine LTE-Schnittstelle erreichbar ist und ihr den Ladeauftrag erst eine Stunde vor Abfahrt geben. Bei einem 22kW-Lader reicht das bequem, egal wie voll der Akku vorher war. Und zusätzlich hat er damit weniger Ladeverluste als beim Bummelladen.

    Wieso kann ich den smart nicht mehr lange remote fragen, welchen Akkustand er hat? Weil Mercedes die App einstellt? Sollte mit ovms eigentlich problemlos auch danach noch gehen, oder?


    Und ja, auf eine remote bedienbare Wallbox läuft es wohl hinaus.

  • Ich möchte auch nicht immer auf 100% laden und habe das über eine kleine Steuerung gelöst.

    Ich kann über eine Potentiometerskala von 0-10 (entspricht Stunden) einstellen.

    Dann kommt eine Tabelle (ich arbeite noch dran) an die Ladestation so daß ich z.Bsp. weiß daß ich bei 60% Restkapazität 2 Std. laden muß um auf 90% zu kommen.

    Ich habe übrigens eine 32A CEE-Steckdose zum Laden in der Garage installiert und anstelle des Schukosteckers einen CEE-Stecker am Ladeziegel installiert.


    Edited once, last by Carthago (July 16, 2024 at 11:09 AM).

  • Dann kommt eine Tabelle (ich arbeite noch dran)

    Die tabelle sollte eigentlich recht einfach sein 😉:

    "Ladedauer in stunden" = ((90-"soc")*0,18)/"Ladeleistung in Kilowatt"

    Die 0,18 muss an den Wirkungsrad angepasst werden (ich nutze den wert beim laden mit ca. 8kW. Beim einphasigen laden mit dem ziegel (ca. 2kW) müsste man eher 0,21 nehmen.

  • Bei meiner Pulsatrix gibt es ein Feature, das dieses Problem sehr elegant löst. Ich kann Laderegeln vergeben und die auch während des Ladevorgangs ändern.

    Eine Regel kann lauten: Lade mit 6A aber maximal bis 8kWh. In der Firma nutzen wir die gleiche Logik um z.B. am Wochenende das Verhalten der Säulen zu beeinflussen. Jeder bekommt so viel Strom, dass er bis zum nächsten Schnelllader kommt. Mit einer Laderate, die wir über die PV-Anlage abbilden. Unter der Woche wird damit die Energie gleichartig über die Autos verteilt.

    Und das funktioniert richtig gut, das nutze ich immer wieder statt PV-Überschuss. Da bekommt die Anlage die Aufgabe 30kWh nachzuladen, wenn ich annehme, dass das Wetter gut bleibt, dann holt er Energie aus dem Speicher und kann das Nachmittags nachladen. Das wäre mit reinem PV-Überschuss nicht abbildbar.

  • Jep. Ich mach‘s mit dem NRGkick auch so, dass ich ein kWh Limit einstelle. Bei mir um den Hausspeicher nicht zu leer zu saugen. Sodass es noch über die Nacht reicht.

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