Posts by HNIKAR

    Maingau erhöht auch die Preise ab 10.07.2024:

    Ja, ich habe die Mail vorhin auch bekommen. Und gestern hat sich auch bei mir Plugsurfing bereits gemeldet und die folgende Preise verkündet (hat hier noch niemand eingestellt):

    Es ist eben wie ich schon schrieb. Die EnBW legt immer als Erste ihr nächstes Ei (in Bombenform) und kurz darauf kommt der Rest vom Markt aus seinem Loch gekrochen um nachzuziehen. Ich habe letztes Jahr schon das öffentliche Laden komplett eingestellt und war dieses Jahr nur noch ein einziges Mal eine längere Strecke unterwegs, wo ich zwangsläufig öffentlich EnBW nachladen musste. Die einzige Ausnahme für öffentliches Laden ist für mich derzeit noch die faire Schwarz-Gruppe. Da nehme auch gerne mal was mit, wenn AC frei und nicht defekt ist. Ansonsten ist das öffentliche Laden für mich gestorben. Es ist derzeit bei keinem Anbieter mehr sinnvoll oder halbwegs attraktiv. Ich fahre fast jeden Tag auf dem Heimweg an einer Tankstelle vorbei. Der Benzinpreis hat sich wieder sehr beruhigt. 1,75 € / Liter und teilweise darunter. Trotz gnadenloser Besteuerung. Das neue Ladekartell ist keinen deut besser als das alte Tankkartell. Beim Tankkartell gibt es aber wenigstens eine regulatorisch erzwungene Transparenz und keine grundlegenden Kapazitätprobleme.

    Ich sehe die dynamischen Preise nicht prinzipiell als Problem an. Das Problem sind die unterschiedlichen Karten und Mitgliedssysteme mit ihrer exclusiven Gatekeeperfunktion. Aus Wettbewerbssicht wäre es von Anfang vernünftiger gewesen, Ad-hoc Laden zu forcieren. Dann würde jeder Säulenbetreiber auf Grundlage eigener Kalkulation und Amortisation investieren und müsste sich gleichzeitig immer auch dem Wettbewerb stellen. Jetzt haben wir am Markt ein sehr starkes Oligopol, welches bei näher Betrachtung eigentlich eine Landschaft hochdiverser regionaler Monopole ist. Innerhalb dieses Oligopols dominiert national bislang die EnBW. Sie setzt die Preise und die anderen Anbieter ziehen regelmäßig nach. Angesichts der Preispolitik der EnBW über die letzten Jahre ist das einfach extrem Ungut und insgesamt schlecht für den Markt und die Verbraucher. 1 € pro kWh sind gar nicht mehr so weit weg, wie manche glauben.

    Konkret auf die EnBW-Tarifpolitik bezogen wird man sehen, welche Verschiebungen das zur Folge hat. Wer nur mittelmäßig bis casual öffentlich lädt, der wird jedenfalls einen weiten Bogen um die höherpreisigen Tarife machen. Die Fremdanbieter kosten bald immer 59 Cent Einheitspreis für AC und DC. Der ermäßigte Preis kommt nur noch an EnBW-Säulen zum Tragen.

    Die automatische Türverriegelung während der Fahrt beim 453, die man über das Kombiinstrument aktivieren/deaktivieren kann, ist ziemlich laut. Das kann man eigentlich höchstens überhören, wenn man Verbrenner fährt oder sich mit dem Radio weit jenseits der Lautstärkestufe 25 die Ohren wegfetz (oder schon weggefetzt hat). Das einschlägige Klacken kann man echt nicht überhören. Es ist das selbe Geräusch wie mit der Schlüsselbetätigung oder dem Taster oben am Armaturenbrett.

    Nur zur besseren Nachvollziehbarkeit nachgereicht:

    smart erhält zusätzlichen Anteilseigner
    smart ist ein 50:50 Joint Venture von Geely und Mercedes-Benz – nun kommt ein dritter Partner an Bord
    jesmb.de

    Smart garners $150 million investment from Tianqi Lithium

    Die 150 Mio. sind wohl fix. Ist halt intransparent. Wie vieles bei Smart. In dem jüngeren Artikel aus China steht noch was von igrendwelchen Überkreuzgeschäften als OEM für MB. Am Ende hilft nur das Nachfragen bei einem möglicherweise nervösen Herrn U. Für die Strafverzollung ist aber normalerweise die Produktion maßgebend. Und die ist eben 100 % Geely in China.


    cmock :

    Deine Sorgen sind nachvollziehbar und berechtigt. Noch ist ja aber nichts in Kraft und entsprechend veröffentlich. Das ist alles noch im Vorankündungsstadium mit Galgenfrist. Mutmaßlich geht es wahrscheinlich erstmal nur um die fertigen Autos als betroffenes Gut. Aber wie in meinem Eingangsposting erwähnt, kann sich das natürlich auch noch ausweiten - spätestens wenn es komplett eskaliert.

    Dann fragst halt mal den lieben Wolfgang. ;)
    Der wird's schon wissen. Ob er es dir frei heraus sagt oder sich ggf. windet wie ein Aal, könnte auch schon ein Fingerzeig in Richtung einer Antwort sein, die manche vielleicht verunsichern könnte. :)

    Im Ernst - in einigen Artikeln (egal ob deutsch oder englisch) zu dem Thema steht es mehr so, in den anderen so.
    JESMB schreibt z. B. von neuem Anteilseigner. Man kann es sich also irgenwie heraussuchen und interpretieren, wie man gerade möchte. :S

    Wo steht das? Überall steht 50:50, das hat auch der Smart Europe CEO gesagt

    Ja, das war so zum Start. Es gab dann aber definitiv nochmal Verschiebungen. Wie genau diese Finanzierung des Joint-Ventures abgelaufen ist - ob und in welchem Umfang es Eigentümerstrukturwirksam wurde - war damals relativ intransparent dargestellt und ich werde deshalb danach auch nicht weiter forschen. "Gleichberchtigte Mehrheitsaktionäre" bedeutet nunmal nicht, dass Geely und MB noch exakt 50:50 der Anteile besitzen. Es könnten im Extremfall auch 25,05 % für Geely und 25,05 % für MB sein und 49,9 % für einen oder mehrere Dritte. Das darfst du nun gerne hochinvestigativ selbst herausfinden, wenn es dich interessiert. Es steckt definitiv mehr chinesisches als deutsches Geld in Smart. Ich halte es aber für irrelevant, denn auf den Teil mit den Mehrheitsverhältnissen kommt es hier garantiert nicht an.

    Update 12.06.2024:

    Es war vollkommen klar, dass dieser Schlag noch vor der Konstituierung des neuen EU-Parlaments erfolgt:

    EU verhängt Strafzölle auf Elektroautos aus China – drei Hersteller betroffen - WELT
    Die EU macht es den USA nach und plant zum 4. Juli die Einführung von Strafzöllen auf E-Autos aus China. Besonders heftig soll es den Volkswagen-Partner SAIC…
    www.welt.de


    Importzölle fallen für die Hersteller BYD, Geely und SAIC an, sofern bis zum 4. Juli keine Einigung erzielt wird;
    - BYD => 17,4 %,
    - Geely => 20 % (gilt auch für Smart, da zu 100 % von Geely produziert und die Mehrheitsverhältnisse chinesisch sind...)
    - SAIC => 38,1 % (verdammt heftig!)


    Wenn China entsprechend gegenreagiert (und davon ist auszugehen, denn die Chinesen agieren hier aus einer Position der relativen Stärke ggü. der EU), dann wird das ein regelrechtes Fest für deutsche Premiummarkenkäufer. Der Absatz von Mercedes, BMW und dem VAG-Konzern in China wird noch dramatischer einbrechen als ohnehin, da die dt. Hersteller den schon heute ruinösen Preiskampf in China nicht überleben und damit sinken im Ergebnis auch die Verkaufspreise in Europa. So viel Produktionskapazität wie derzeit braucht man für den europäischen und übrigen Weltmarkt nicht. Der Export ist der traditionelle Pferdefuß der deutschen Industrie.

    Wer in den letzten Tagen und Wochen die Medien aufmerksam verfolgt hat, wird zum Schluss kommen, dass es bald sehr eng für die deutschen Automobilhersteller im Hinblick auf deren Absatz in China und im besonderen für das Smart Joint-Venture zwischen Mercedes und Geely werden wird.

    Die bereits eingeleitete Handelsschutzmaßnahme 689 der EU wird wahrscheinlich schon im Sommer dieses Jahres zur Verhängung von Strafzöllen gegen China führen. Sinn und Zweck der Übung:

    - europäischen Markt schützen

    - fairen Wettbewerb sicherstellen

    - Abhängigkeit von China verringern

    - heimische Wirtschaft stärken

    Die EU befürchtet (nicht zu Unrecht) und hat entsprechende Anhaltspunkte, dass Chinas unfaire Handelspraktiken (v. a. in Form von Staatshilfen) die schon bei Solarindustrie ausgewirkt haben, auch im Bereich der E-Mobilität fortgesetzt werden.

    In einer zollamtlichen DVO der EU, die am 5. März 2024 bekannt gegeben wurde und in Kraft trat ist festgelegt, dass vom Zoll ab sofort eine Erfassung aller E-Autos mit bis zu neun Sitzen, die aus China eingeführt werden, erfolgen muss. In der strafzollvorbereitenden Verordnung werden hinreichenden Beweise benannt, dass die Einfuhren aus der VR China subventioniert werden. Unter anderem werden als Staatshilfen aufgeführt:

    - direkte Transfers von Geldern,

    - der Verzicht auf Einnahmen

    - die Nichterhebung von Abgaben durch die chinesische Regierung

    - die Bereitstellung von Waren oder Dienstleistungen durch die Regierung zu einem geringeren als dem angemessenen Entgelt

    Die Zollerfassung soll die rückwirkende Erhebung von Strafzöllen auch vor Abschluss des Untersuchungsverfahrens ermöglichen. Über die Höhe der Zollgebühren (bemessen in Prozent auf den Gesamtpreis) schweigt sich die EU derzeit zwar noch aus, aber kolportiert und für wahrscheinlich gehalten wird ein Zollsatz von 30 %. Das Strafzölle kommen werden, gilt als absolut sicher.

    Nenenbei bemerkt: Die USA haben erst kürzlich den Importzoll auf chinesische Elektroautos von 25 % auf 100 % angehoben. Im Zuge einer weiteren Eskalation ist auch dies für die EU denkbar.

    Auf Grund der vorgenannten Umstände erwägt China nun, seinerseits Strafzölle für Autos aus Europa und den USA zu erheben. Die chinesische Handelskammer in Brüssel (CCCEU) hat schon auf "X" ein solches Statement gezwitschert, welches sich ausdrücklich auf die aktuellen Entwicklungen in Washington und Brüssel bezieht. China prüfe demnach "temporär erhöhte Tarife auf importierte Autos mit großvolumigen Verbrennungsmotoren". Liu Bin, zentraler Akteur zwischen Politik und Autoindustrie in China, brachte in einem Interview mit der "Global Times" eine Erhöhung der Zölle um maximal 25 Prozent ins Spiel für Limousinen- und SUV-Modelle, deren Verbrennungsmotoren mehr als 2,5 Liter Hubraum aufweisen. Dies sei WTO-konform, weil es die Autoindustrie grüner gestalten und die Kohlendioxidemissionen senken könne.

    Der Aufschrei (Zeter! Mordio!) in der deutschen Industrie ist dementsprechend groß. Man wollte die AS689-Untersuchung verhindern, kooperieren formal auch mit der EU. Hinterrücks bezeichnet man die der EU als "amateurhaft" in dieser Angelegenheit und unterstellt den französischen Herstellern als eigentlichen Drahtzieher hinter der Strafzollinitiative zu stecken.

    Während man hierzulande den Franzosen also "französische Interessenpolitik" vorwirft, übersehen die deutschen Amateure in Politik und Industrie wieder einmal, dass sie selbst knallharte, automobile Interessenpolitik betreiben. Ob die besser ist als die der Franzosen, halte ich zumindest für fraglich.

    Zusammengefasst:

    Wenn es im Sommer so kommt, wie es sich gerade abzeichnet, dann kann das der der Todesstoß für Mercedes und BWM und VW sein und natürlich auch für Smart. Ein automobiler Handelskrieg mit China kann sich natürlich auch schnell auf weitere Branchen ausweiten. Wenn allerdings keine Batterien mehr aus China kommen, dann ist die E-Mobilität hierzulande sowieso erledigt, ebenso wie der aktuelle Solarboom.

    Nachdem sich das örtliche SC einem weiteren Update auf die 0203 inzwischen mehrfach verweigere (trotz SG-100), habe ich Anfang Juni einen Termin beim Mercedes Autohaus in der Nähe. Wenn die alles wie gewünscht umsetzen, mache ich den nächsten und voraussichtlich letzten Service künftig dort. Ich bin echt durch mit Smart.

    Das ist eine sehr schöne Idee. Ich will nichts versprechen, aber vielleicht habe ich im Juni die Möglichkeit, was zum KOM (453) zu liefern, wenn ich mich auch um mein OVMS-Dongle von Dimitrie gekümmert habe. Im Moment fehlt mir die Zeit und andere können sicher mehr beitragen. Wir haben hier ja einige erfahrene Bastler im Forum.

    Habe ich falsch gelesen? Aral hat nur ab CCS Stecker aufwärts? Dann wären wir EQ Fahrer ja raus... ADAC/EnBw war ein gutes Backup für unterwegs...

    Das wäre echt absolute Moppelkotze.

    Aber es macht ehrlich gesagt auch nichts mehr. Ich stoße den Smart nämlich ziemlich sicher zum Jahresende ab. Das kleine Familienfahrzeug für die kommende Dekade wird ein wunderschöner, top motorisierter und gut ausgestatteter Fabia mit ca. 1000 km Reichweite.

    Ich habe nun genug gesehen und erlebt.

    Mercedes & Smart sind preislich völlig abgehoben. Der Werkstattservice ist mies, Mängeln wird nicht abgeholfen, Updates nicht gemacht und ich bin raus. Man hat die letzren Jahre allgemein gut geködert (Staat, Hersteller sowie Energieversorger) und nun crasht eben alles. Ich komme mir ein Stück veräppelt vor. Der Smart und mein Kaufzeitpunkt waren aber insofern eine gute Wahl, als dass ich am Ende nicht all zu viel Geld versenkt habe.

    Das Schöne an der E-Mobilität ist das leise, zügige anfahren, das leise und komfortable Fahren an sich und das bequeme Laden zu Hause. Alles andere ist "Pain in the Ass". Mein Fazit nach bald 3,5 Jahren E-Mobilität mit Smart.

    Aral pulse


    Aktueller Preis

    AC (≤ 22kW) 0,46 €/kWh

    DC (≤ 50kW) 0,51 €/kWh

    DC (> 50kW) 0,61€/kWh

    Preis für Aral pulse App und Ladekarte

    bis zum 31.05.2024

    AC (≤ 22kW) 0,41 €/kWh

    DC (≤ 50kW) 0,46 €/kWh

    DC (> 50kW) 0,56 €/kWh

    Andere Anbieter

    AC 0,59 €/kWh

    DC 0,79 €/kWh


    Blockiergebühr1

    AC 0,15 €/Minute ab 120 Minuten

    DC 0,15 €/Minute ab 45 Minuten

    1 Die Blockiergebühr fällt nicht für alle Ladestationsbetreiber an. Ob an dem jeweiligen Ladepunkt eine Blockiergebühr fällig wird, kannst du in den Stationsdetails in der App sehen.

    Einfach mal zu Dokumentationszwecken. Diese Konditionen gefallen mir prinzipiell.

    Eine Meldung zur Kooperation findet sich z. B. übrigens hier:

    Seit heute ist dann auch die Katze aus dem Sack, der ADAC kooperiert zukünftig mir Aral Puls. :)

    Danke für die Info!

    Ich kam bisher noch nicht mit Aral Pulse in Berührung...

    Die haben ja ganz Frisch jetzt im Mai ihre Ladekarte eingeführt. Die wird es dann wohl künftig gratis mit ADAC-Branding für Mitglieder geben.

    Kennt hier zufällig jemand auch die aktuellen Tarifkonditionen bei Aral? Dann bitte rleinfach mal hier posten.

    Ich konnte hier nichts finden:

    https://www.aral.de/de/global/retail/pulse.html

    Es stimmt, die C/W/A 453er-Baureihe ist mit Abstand die technisch (und auch mit Blick auf das Interieur) die wohl am besten ausgestattet, klassische Smart-Ausführung, die bis dato auf deutschen Straßen unterwegs war und noch ist.

    Im Kleinwagensegment gab es so ein Niveau noch nie. Allerdings wohl auch nicht diesen Mercedes-Preis.

    Natürlich sind Editions- und Paketwahl sowie die verbaute Sonderausstattung entscheidend. Aber wer Geld in die Hand nahm und sich einen Prime + Exclusive Ausstattung geholt hat, durfte sich wirklich wie in einem kleinen Mercedes fühlen. Traurigerweise setzte bereits ab dem Modelljahr 801 (Februar 2021) die Entfeinerung ein (so entfiel beispielsweise der Code 866, den man sich mit Mercedes teilte) und für spätere Smarts gilt das Vorgesagte deshalb leider nur eingeschränkt.

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